Sie haben Ihre Bewerbung sorgfältig vorbereitet, den Lebenslauf aktualisiert und das Motivationsschreiben individuell auf die Stelle abgestimmt. Nach dem Versand beginnt jedoch oft die schwierigste Phase des Bewerbungsprozesses: das Warten.
Viele Bewerberinnen und Bewerber stellen sich dieselben Fragen:
Die gute Nachricht: Es gibt klare Orientierungspunkte, an denen Sie sich orientieren können.
Die Antwortzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab:
In der Praxis gelten folgende Richtwerte:
Viele Unternehmen versenden zumindest eine automatisierte Empfangsbestätigung am gleichen Tag oder eine manuell formulierte Antwort innerhalb weniger Tage. Diese bedeutet jedoch noch nicht, dass Ihre Bewerbung bereits geprüft wurde.
Als Faustregel gilt:
Nach 10 bis 14 Arbeitstagen ohne Rückmeldung dürfen Sie höflich nachfragen.
Dies signalisiert Interesse und Motivation – sofern die Nachfrage professionell formuliert wird.
Wichtig: Falls in der Stellenausschreibung ausdrücklich erwähnt wird, dass man von Nachfragen absehen soll, sollten Sie diesen Wunsch respektieren.
Ein freundliches Nachfassen kann mehrere Vorteile haben:
Arbeitgeber erkennen, dass Sie die Position ernsthaft verfolgen und motiviert sind.
Insbesondere bei vielen Bewerbungen kann eine höfliche Erinnerung dazu führen, dass Ihr Dossier erneut betrachtet wird.
Anstatt wochenlang zu spekulieren, erhalten Sie möglicherweise eine Einschätzung zum weiteren Zeitplan.
Grundsätzlich gibt es zwei geeignete Wege:
Die E-Mail ist meist die bevorzugte Variante, da sie wenig aufdringlich wirkt.
Beispiel:
Sehr geehrte Frau Muster
Vor rund zwei Wochen habe ich mich auf die ausgeschriebene Position als Projektleiter beworben.
Da mich die Stelle weiterhin sehr interessiert, wollte ich mich freundlich erkundigen, ob bereits ein Entscheid über das weitere Vorgehen getroffen wurde.
Für eine kurze Rückmeldung danke ich Ihnen herzlich.
Freundliche Grüsse
Falls eine Kontaktperson genannt wurde, kann auch ein kurzes Telefonat sinnvoll sein.
Wichtig dabei:
Ja, unter bestimmten Umständen kann dies sinnvoll sein.
Beispiele:
In diesem Fall können Sie Ihre Nachfrage mit einer kurzen Aktualisierung verbinden.
Beispiel:
So liefern Sie einen zusätzlichen Mehrwert statt lediglich nach dem Status zu fragen.
Das passiert häufiger, als viele Bewerbende vermuten.
Gründe können sein:
In den meisten Fällen genügt eine Nachfrage.
Wenn nach weiteren 7 bis 10 Tagen noch keine Reaktion erfolgt, können Sie ein letztes Mal freundlich nachfragen.
Danach empfiehlt es sich jedoch, die Energie auf andere Bewerbungen zu konzentrieren.
Nicht jede ausbleibende Antwort ist automatisch eine Absage.
Dennoch steigt mit zunehmender Wartezeit die Wahrscheinlichkeit, dass:
Werden mehrere Wochen oder gar Monate keine Informationen kommuniziert, spricht dies häufig eher gegen die Professionalität des Arbeitgebers als gegen Ihre Qualifikation und Sie haben somit sicherlich nichts verpasst.
Ein häufiger Fehler vieler Stellensuchender besteht darin, emotional an einer einzelnen Stelle festzuhalten.
Erfolgreiche Bewerber verfolgen meist einen anderen Ansatz:
Dadurch vermeiden Sie unnötigen Druck und erhöhen gleichzeitig Ihre Erfolgschancen.
Nach dem Versand einer Bewerbung ist Geduld gefragt. Gleichzeitig sollten Sie nicht unbegrenzt auf eine Antwort warten.
Eine höfliche Nachfrage nach etwa zwei Wochen gilt heute als professionell und wird von vielen Personalverantwortlichen positiv wahrgenommen.
Erhalten Sie auch danach keine Rückmeldung, sollten Sie dies nicht persönlich nehmen. Der Bewerbungsprozess wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, die ausserhalb Ihres Einflussbereichs liegen.
Konzentrieren Sie sich deshalb weiterhin auf neue Chancen und halten Sie Ihre Bewerbungsaktivitäten aktiv. Wer konsequent dranbleibt und professionell kommuniziert, erhöht langfristig seine Chancen auf die gewünschte Stelle erheblich.