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Diskriminierung verhindert ein normales Leben

VerĂśffentlicht am 01.12.2014
HIV-Diskriminierung verhindert ein normales Leben - suedostschweizjobs.ch
In der Schweiz leben ungefähr 27 000 Menschen mit HIV. Sie kÜnnen in jedem Beruf arbeiten. Dank moderner Medikamente haben die meisten von ihnen eine gute Lebensqualität. Mit HIV kann man mittlerweile relativ gut leben, nicht aber mit Diskriminierung.
Von Lisa Janisch*
 
Dank neuer Therapien hat sich die Lebensqualität von Menschen mit HIV/Aids stark verbessert. In der Regel wird ihre Arbeitsfähigkeit durch die Infektion nicht beeinträchtigt.
Zudem sind Menschen unter erfolgreicher Therapie nicht mehr infektiÜs. Diskriminierung beeinträchtigt die Lebensqualität von Menschen mit HIV zum Teil massiv. Die meisten gemeldeten Diskriminierungsfälle betreffen die Arbeit. Erlebte und befßrchtete Diskriminierungen bringen Menschen mit HIV dazu, sehr sorgfältig auszuwählen, wem sie sich anvertrauen.
 
Über Krebs reden ist einfacher
Entsprechend sind viele Menschen mit HIV zurßckhaltend, ihren Arbeitgeber ßber ihre HIV-Infektion zu informieren. Grundsätzlich mßssen sie das auch nicht. Doch wäre es manchmal einfacher, wenn die Kolleginnen und Kollegen Anteil an ihren krankheitsbedingten Krisen nehmen kÜnnten. Fßr Krebsbetroffene sei es einfacher, Mitgefßhl und Akzeptanz zu bekommen, so die Einschätzung. Viele Menschen mit HIV bleiben mit ihren Sorgen allein, was das Gefßhl von Ausgrenzung verschärft.
 
Schweigepflicht trotz Vertrauen
Arbeitgebende, die eine offene Haltung und solidarisches Engagement leben, werden von Betroffenen eher ins Vertrauen gezogen. Dadurch erhalten Arbeitgebende Informationen, die sie streng vertraulich behandeln mßssen. Das Einhalten des Datenschutzes kann deshalb gerade in einem kollegial gefßhrten Betrieb eine Herausforderung sein, weil das persÜnliche Vertrauensverhältnis sehr wichtig ist.
 
Keine Übertragungsgefahr im Alltag
Bei den ßblichen Tätigkeiten am Arbeitsplatz besteht kein Ansteckungsrisiko. Das HI-Virus kann nicht ßbertragen werden durch zwischenmenschliche Kontakte wie Händeschßtteln, Umarmen, Anhusten und auch nicht durch das gemeinsame Benutzen von Telefonen, Computern, Geschirr, Handtßchern, Toiletten usw. Selbst bei der Lebensmittelverarbeitung, bei Erste-Hilfe-Leistungen oder im Gesundheitswesen, wo es gelegentlich zum Kontakt mit dem Blut anderer Menschen kommen kann, wird das Infektionsrisiko durch das Einhalten geeigneter hygienischer Massnahmen praktisch vollständig ausgeschlossen.
 
* Lisa Janisch ist Geschäftsleiterin der Aids-Hilfe Graubßnden, www.aidshilfe-gr.ch, Telefon 081 252 49 00