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Die innere Zufriedenheit ist kein Dauerzustand – man muss sie erlernen

Veröffentlicht am 17.10.2019
Zufriedenheit ist Einstellungssache
Alle wollen glücklich und zufrieden sein. Über den Weg dorthin bestehen aber verschiedene Vorstellungen. Eines ist sicher: Von allein stellt sich ein Zustand der inneren Zufriedenheit nicht ein. Wer sich jedoch seiner Stärken bewusst ist und die richtige Einstellung mitbringt, findet vielleicht nicht das alleinig seelig machende Glück, aber doch eine grosse Portion Zufriedenheit – sowohl im Berufs- wie auch im privaten Leben.

von Claudio Cottiati, EP Koordinator beim Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden, Kiga, Arbeitsmarktliche Massnahmen

Wie es der Name bereits sagt: Die innere Zufriedenheit beginnt beim einzelnen Menschen selbst – und damit im eigenen Kopf. Zufriedenheit ist eine persönliche, nach innen gerichtete Einstellung. Zufriedenheit ist Einstellungssache, nichts, das man erkaufen oder kontrollieren könnte. Es ist eine Entscheidung.

Die Zufriedenheit finden

Eine Theorie besagt, dass es drei Dinge sind, welche die Zufriedenheit bei der täglichen Arbeit bestimmen: Die Entlöhnung, das Arbeitsklima sowie die Arbeit an sich. 
Wer überdurchschnittliche Arbeit leistet und dafür mässig bezahlt wird, der ist auf Dauer frustriert und hat das Gefühl, ausgebeutet zu werden. Aber auch kein noch so hohes Gehalt rechtfertigt die Unzufriedenheit bei der Arbeit. Als zweiter Punkt wird wenig überraschend ein tolles Arbeitsklima als entscheidend für Arbeitszufriedenheit genannt. Und drittens ist es der Beruf, der als Berufung empfunden wird. Der Beruf als eine Tätigkeit, die man ihrer selbst willen ausübt, bringt hohe Zufriedenheit. Jeder Mensch möchte diesen Zustand empfinden. Alle treffen Entscheidungen, verfolgen Ziele und setzen Energie ein, um ihn zu erreichen.

Im Einklang mit dem Leben

Wer wirklich zufrieden ist, der ist innerlich ausgeglichen und mit den Umständen seines Lebens im Einklang. Darum empfindet dieser Mensch eine tiefe Genugtuung. Denn Zufriedenheit ist die persönliche Überzeugung und Einschätzung, dass das Leben den eigenen Vorstellungen und Erwartungen entspricht. Dies kann berufliche wie auch finanzielle Sicherheit bedeuten, aber auch ein erfülltes, ausgewogenes Familienleben und tolle Freunde zu haben. 

Sich seiner Stärken bewusst werden

Was also macht Menschen glücklich und zufrieden? Wissenschaftlich belegt ist, dass derjenige, der seine wahren Stärken erkennt und diese sowohl im beruflichen wie im privaten Leben einsetzt, zufriedener und erfolgreicher ist sowie mehr Spass an seinen Tätigkeiten hat und mehr Energie für diese aufbringt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich seiner Stärken bewusst zu sein und diese zu pflegen. 
Allgemein ist ein Unwissen da, welches die eigenen Stärken sind. Defizite und Schwächen können eher benannt werden, aber wer will schon seine negativen Seiten preisgeben?

Alles ist Einstellungssache

Die gute Nachricht aber ist: Zufriedenheit ist Einstellungssache und lässt sich erlernen. Wichtig dabei ist, dass jede und jeder selbst der wichtigste Entscheidungsträger ist – beruflich wie privat. Die Karriere liegt in der eigenen Verantwortung, und die täglichen Entscheidungen beeinflussen langfristig den Erfolg der Karrierezufriedenheit. Am Ende kann jeder selbst beeinflussen und entscheiden wovon die Zufriedenheit abhängt. Denn wer das Glück sucht, findet die Zufriedenheit. Denn nicht das Glück macht glücklich, sondern die Lebenszufriedenheit. Nicht umsonst heisst ein altes Sprichwort: «Zufrieden ist der, der das hat, was es zum Glücklichsein braucht.» Wichtig ist aber auch zu wissen, dass man an einer zwischenzeitlichen Unzufriedenheit keinen Schaden nimmt.

Bild: Alexa Fotos / Pixabay