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Wieder gesund und erfolgreich in den Job einsteigen

Veröffentlicht am 18.11.2019
Berufliche Wiedereingliederung
Für eine erfolgreiche berufliche Eingliederung von Arbeitnehmenden nach einer längeren Arbeitsunfähigkeit braucht es die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Arbeitgebende, behandelnde Ärzte und Sozialversicherungen müssen gemeinsame Ziele verfolgen und konstruktiv und zum Wohl der betroffenen Personen zusammenarbeiten.

von Thomas Pfiffner, Leiter der IV-Stelle Graubünden in Chur

Der Wiedereinstieg nach einer krankheits- oder unfallbedingten Absenz kann sich aus ganz unterschiedlichen Gründen schwierig gestalten. Mit dem gemeinsamen Ziel, diesen Wiedereinstieg zu erleichtern, haben sich Arbeitgebende, Vertreter des Gesundheitssystems, der Gewerkschaften und der Sozialversicherungen zum Netzwerk Rework zusammengeschlossen. Bis heute sind dies folgende Organisationen: Bündner Gewerbeverband, Gastro Graubünden, Handelskammer und Arbeitgeberverband Graubünden, Hotelleriesuisse Graubünden, Personalamt des Kantons Graubünden, Bündner Spital- und Heimverband, Bündner Ärzteverein, Gewerkschaftsbund Graubünden, Suva Chur und Linth sowie die IV-Stelle Graubünden. 
Rework macht sich stark für den Austausch zwischen allen Beteiligten und fördert ihre Zusammenarbeit. Arbeitgebende vom Kleinst- bis zum Grossunternehmen, Führungskräfte, Personalfachleute, Vertretende des Gesundheitssystems, Gewerkschaftsfunktionäre und Personen aus der Sozialversicherungsbranche in Graubünden sind eingeladen, kostenlos Teil des Netzwerks zu werden. An jährlichen Anlässen werden die Interessierten über wichtige Neuerungen im Bereich der beruflichen Integration informiert. Mehr zum Netzwerk Rework sowie die Möglichkeit, sich als Netzwerkteilnehmerin oder Netzwerkteilnehmer anzumelden, sind auf www.rework-gr.ch zu finden.

So gelingt der Wiedereinstieg

Zeichnet es sich ab, dass die Arbeitsunfähigkeit einer oder eines Mitarbeitenden länger andauern wird, sollen Arbeitgebende aktiv bleiben und den Kontakt zu diesem Arbeitnehmenden stets aufrechterhalten. Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitenden zu verstehen geben, dass sie Betroffene auch nach längerer Arbeitsplatzabsenz weiter beschäftigen wollen, dann werden zum Wiedereinstieg motivierte Arbeitnehmende diese Chance erkennen. Sie werden ihre Bereitschaft zeigen, im Rahmen der Möglichkeiten wieder in den Arbeitsprozess zurückzukehren. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die Ärzteschaft. Ihre differenzierte Beurteilung des Gesundheitszustands ihrer Patientinnen und Patienten trägt entscheidend dazu bei, dass der manchmal holprige Weg der Rückkehr an den Arbeitsplatz entsprechend den gesundheitlichen Möglichkeiten gestaltet und schlussendlich erfolgreich begangen werden kann. Die Sozialversicherungen sollen dabei allen Beteiligten mit Informationen zu möglichen Wiedereinstiegsformen, mit Wissen und sonstiger Unterstützung zur Seite stehen. Der Wiedereinstieg eines Arbeitnehmenden nach längerer Arbeitsplatzabsenz verläuft dann erfolgreich, wenn alle Beteiligten miteinander kommunizieren.

Rework empfiehlt REP

Als Hilfsmittel für die Kommunikation zwischen Arbeitgebenden, Arbeitnehmenden und Ärzteschaft empfiehlt Rework das ressourcenorientierte Eingliederungsprofil (REP) von Compasso, dem Informationsportal für Arbeitgebende (www.compasso.ch). Das REP ist ein übersichtliches Online-Formular. Arbeitgebende und betroffene Arbeitnehmende füllen es gemeinsam elektronisch aus. Im Formular werden die körperlichen und psychischen Anforderungen an den Arbeitnehmenden und die Rahmenbedingungen des Arbeitsplatzes beschrieben. Daraus wird das Arbeitsplatzprofil ersichtlich. Die behandelnde Ärztin nimmt anschliessend auf dieser Basis Stellung zur Arbeitsfähigkeit ihres Patienten. Dieses systematische Vorgehen ermöglicht eine präzisere Einschätzung der Belastbarkeit und hilft, den Wiedereinstieg für alle Beteiligten optimal zu gestalten.

Bild: rawpixel/Pixabay