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Wie viel Glück braucht es, um die gewünschte Arbeitsstelle zu bekommen?

Arbeitsmarktthemen 27. August 2018
Wie viel Glück braucht es, um die gewünschte Arbeitsstelle zu bekommen?
Um aus hundert Bewerbungen auf Platz eins zu gelangen, braucht es sicherlich auch Glück. Doch der Faktor Glück hat in einer globalisierten Welt einen immer geringeren Stellenwert und Fehlbesetzungen werden heutzutage schnell korrigiert. Wer es im Berufsleben weit bringen will, muss andere Eigenschaften mitbringen und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. 
von Simon Hartmann
 
Braucht es Glück, um aus hundert Bewerbungen die Nummer eins zu sein? Dem ist definitiv so – aber nur zu einem Teil. Mindestens die Hälfte der Bewerber erfüllt erfahrungsgemäss das nötige Anforderungsprofil nicht – auch bei einer grosszügigen Interpretation.
Vom Rest fällt noch einmal die Hälfte weg, weil der zukünftige Vorgesetzte weitere klare Vorstellungen des Neuen hat, welche im Stelleninserat nicht ausdrücklich erwähnt wurden. Man hat sich beispielsweise aufgrund der Teamkonstellation einen Altersrahmen gesetzt und gegebenenfalls gibt man für die Stelle einem bestimmten Geschlecht den Vortritt.
In einigen der verbliebenen Bewerbungsdossiers gibt es Unstimmigkeiten wie zum Beispiel häufige Stellenwechsel, grössere Lücken im Lebenslauf, fragwürdige Arbeitszeugnisse, langweilige Allerwelts-Motivationsschreiben, Tippfehler usw.
 
Harte und weiche Fakten entscheiden
Jetzt bleiben noch zehn Personen, die, vom Papier her, alle infrage kommen würden. Aber zehn Bewerbungsgespräche sollen es dann doch nicht sein. Der Linienvorgesetzte wählt aus den verbliebenen Dossiers, die er von der Personalabteilung erhalten hat, vier Personen aus, die er einlädt. Da mögen harte Fakten mitentschieden haben, aber eben auch weiche. Der eine wirkt einfach sympathisch auf dem Foto und der andere nennt ein Hobby, das der Vorgesetzte selber betreibt. Wirklich? So läufts in der Praxis. Das ist dann der Glücksanteil.
 
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Im Spitzensport ist Glück wohl eine ganz kleine Komponente für den Erfolg – Talent, Fleiss, mentale Stärke und Erfahrung sind hier massgebend. Beim Jassen wiederum wird auch der Schweizer Meister eine grosse Portion Kartenglück benötigen und es nicht nur mit Talent schaffen. Wer schafft es aber in der Wirtschaft oder in der Politik an die Spitze? Wie gross ist da der Anteil des Glücks?
Die wenigsten der Vertreter der Wirtschaftsspitzen und Spitzenpolitiker werden sagen, dass sie aus reinem Glück dort stehen, wo sie jetzt sind. Wohl waren sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Doch: Man habe die Position dank unermüdlichem Einsatz und grossem Können erreicht. Stimmt das?
 
Keine Zeit für Experimente

Die Zeiten haben sich geändert. Früher mag es einige mit Glück und Seilschaften nach oben gespült haben – in der Wirtschaft, in Verbänden, in der Politik.
In der heutigen, höchst kompetitiven Zeit, ist das nur noch vereinzelt der Fall und wenn, wird ein Entscheid korrigiert, immer öfters sehr schnell – man schaut nicht mehr wie früher bis zur Pension tatenlos zu.
Fazit: Wer es heutzutage im Berufsleben weit nach oben bringt, braucht Fleiss, Können, Leidenschaft, Durchhaltewillen, Empathie usw. – Glück ist da nur noch an einem kleinen Ort.
 
Simon Hartmann ist Inhaber/Geschäftsführer von Hartmann Personal, Gäuggelistrasse 1, 7000 Chur,
Telefon 081 252 22 66, info@hartmann-personal.ch, www.hartmann-personal.ch
 
 
Bildlegende: Glück alleine reicht nicht, um beruflich Erfolg zu haben.    
Bild: Bellezza87_Pixabay.com
 
 

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