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Konzern oder Start-up – welcher Arbeitsplatz passt zu mir?

Arbeitsmarktthemen 25. Juni 2018
Konzern oder Start-up – welcher Arbeitsplatz passt zu mir?
Lieber in einem Grosskonzern oder bei einem kleineren Unternehmen arbeiten? Kommt ein Start-up in Frage? Oder einen sicheren Job im öffentlichen Dienst anpeilen? Jeder Arbeitgeber hat Vor- und Nachteile. Darum muss sich ein Stellenbewerber zuerst über seine Bedürfnisse, Fähigkeiten und Wünsche im Klaren sein. 
von Ingrid Braun

Grosskonzern:
Die Arbeitsabläufe sind etabliert, die Bezahlung ist oft sehr gut. Hinzu kommen flexible Arbeitszeitmodelle. Über einen längeren Zeitraum im Ausland eingesetzt zu werden oder im Home Office arbeiten zu können, ist bei Grosskonzernen eher möglich als anderswo. Auch Weiterbildungsangebote sind die Regel. Die Karrierewege bei Grosskonzernen sind jedoch häufig fest vorgegeben, das Arbeitsklima eher sachlich und weniger persönlich.
 
Kleine Firmen und Mittelständler
Die Atmosphäre ist aufgrund der Betriebsgrösse oft persönlicher. Einer kennt den anderen – all das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Häufig ist die emotionale Bindung zur Firma grösser als in einem Konzern. Bei einem kleineren Betrieb wird ausserdem weniger auf Spezialisten gesetzt, sondern eher auf Allrounder.
Ein Beispiel: Während bei einem Konzern ein Mitarbeitender in der Personalabteilung nur Gehaltsabrechnungen macht, erledigt der Zuständige in einem kleineren Betrieb alle Aufgaben rund um Personalfragen. Mehr Geld bekommt er dafür aber meistens nicht. Die Bezahlung ist häufig schlechter als im Grosskonzern. Und auch in Sachen Entwicklungsmöglichkeiten und flexiblen Arbeitszeiten hinken kleinere Betriebe den grösseren oft hinterher.
 
Start-up …
Jeder darf und soll sich mit seinen Talenten und Ideen einbringen. Die Hierarchien sind flach, meist gibt es noch keine festen Strukturen. Wer ein Start-up gründet, ist oft hochmotiviert. Oft genug überträgt sich das auf die Mitarbeitenden. Dadurch macht die Arbeit vielleicht mehr Spass – dauert aber manchmal bis spät am Abend. Der Umgang in einem Start-up ist meist ungezwungen, oft auch familiär bis freundschaftlich. Arbeiten bei einem Start-up ist allerdings wie Handeln an der Börse. Sprich: Es gibt Risiken. Niemand weiss, ob die Geschäftsidee sich am Markt durchsetzt.
 
… oder öffentlicher Dienst
Geregelte Arbeitszeiten, in der Regel keine Überstunden, umfassender Kündigungsschutz – die Vorteile liegen auf der Hand. Wer eine unbefristete Planstelle besetzt, hat zudem einen ziemlich krisensicheren Arbeitsplatz. Allerdings sind die Einkommen im Vergleich zur freien Wirtschaft eher niedriger.
Hinzu kommt eine gewisse Schwerfälligkeit – zumindest in der klassischen Amtsstube mahlen die Mühlen eher langsam, die Strukturen sind oft unflexibel, die Arbeitsabläufe fest vorgegeben. Schnelle Umsetzung von Neuerungen ist nahezu unmöglich.
 
Wie den Traum-Arbeitsplatz finden?
Als Erstes muss sich der Arbeitssuchende über seine Bedürfnisse, Fähigkeiten und Wünsche im Klaren sein. Dann kann er abwägen, ob diese eher für den einen oder den anderen Arbeitsplatz passen. Um sicherzugehen, ist ein Schnuppertag, der heutzutage von vielen Arbeitgebern angeboten wird, von Vorteil.
 
Ingrid Braun ist verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Trumpf Schweiz AG in Grüsch.
ingrid.braun@trumpf.com, Telefon +41 58 257 62 09
 
 Bildlegende: Welche Art Arbeitgeber soll es denn sein? Grosskonzern, Kleinfirma, Start-up oder öffentliche Dienste?                                                                                                                Bild Igor_Link_Pixabay
 

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