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Höhere Berufsbildung – Karriereschmiede nach der Berufsausbildung

Arbeitsmarktthemen 04. Juni 2018
Höhere Berufsbildung – Karriereschmiede nach der Berufsausbildung
Schule abgeschlossen, Lehre erfolgreich bestanden. Hurra – nie mehr lernen! Das funktioniert heute in keinem Beruf mehr. Die Höhere Berufsbildung bietet ein umfangreiches Angebot, sich weiterzuentwickeln. Diese Weiterbildung vermittelt Fachwissen berufsbegleitend und macht die Berufsleute fit für den Arbeitsmarkt. 
von Jacqueline Beriger-Zbinden
 
Mit einer abgeschlossenen Lehre hat man einen Beruf erlernt. Man kann sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben und bewähren. Aber wie war das noch mit der Redewendung  «Lebenslanges Lernen»? Mit einer Berufslehre hat man einen guten Einstieg in die Arbeitswelt, aber in jedem Beruf gibt es Neuerungen, Innovationen – auch in Berufen, die nicht von der Digitalisierung vollständig umgekrempelt werden.
Irgendwann kommt vielleicht auch das Verlangen, sich zu spezialisieren oder eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Vielleicht kommt auch eine Anfrage der Geschäftsleitung, ob man mehr Verantwortung übernehmen möchte.
 
Weiterbildung: Teil des Arbeitslebens 
Weiterbildende Kurse, die meistens von den Berufsverbänden organisiert werden, besuchen heutzutage die meisten Berufstätigen. Die Berufsverbände sind engagiert und bemühen sich, ihren Kursteilnehmenden aktuelles berufsspezifisches Wissen in ansprechender praktischer  Form weiterzugeben. Wer sich für eine Aus- oder Weiterbildung in der Höheren Berufsbildung entscheidet, kann sich schon bald zum Kreis der begehrten Fachkräfte zählen. Die Höhere Berufsbildung umfasst die Berufsprüfung (BP), die Höhere Fachprüfung (HFP) und die Höhere Fachschule (HF). Einen eidgenössisch anerkannten Abschluss auf der Tertiärstufe erlangt man in der Schweiz durch ein Hochschulstudium oder eben durch einen Abschluss in der Höheren Berufsbildung. Wer einen Tertiärabschluss absolviert, ist auf dem Weg zu einer erfolgreichen beruflichen Karriere. Diese Ausbildung orientiert sich stark an der Praxis und bereitet auf anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben vor. Deswegen sind die Absolventen von den Betrieben sehr gefragt – insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die den grössten Teil der Schweizer Wirtschaft ausmachen.
 
Weiterbildung als Karriereschritt

Die Schweizer Wirtschaft braucht beide Bildungswege. In Forschungslabors von Unternehmen und an den Hochschulen findet Forschung statt. Die Entwicklung neuer Technologien muss in den Produktionszyklus einfliessen. Hier sind nun Praktiker gefragt, die den Markt kennen und wissen, was gefragt ist und wie die Produkte abgesetzt werden können.
Dabei ist entscheidend, dass das Fachpersonal berufspraktisch qualifiziert ist, wie dies dank der Berufsbildung und der Höheren Berufsbildung der Fall ist. In einem Unternehmen braucht es Mitarbeitende mit verschiedenen Bildungswegen, die ihr Wissen und ihre Berufserfahrung zu optimalen Ergebnissen zusammenführen.
 
Kursabsolventen werden unterstützt

Der Bundesrat hat beschlossen, die Höhere Berufsbildung zu stärken, indem er Absolvierende von vorbereitenden Kursen für eine eidgenössische Prüfung direkt finanziell unterstützt. Das ist seit dem 1. Januar 2018 der Fall. Interessierte können einen Antrag beim Bund stellen. Zwischen den Kursangeboten, die subventionsberechtigt sind, kann in der ganzen Schweiz frei gewählt werden. Nach Abschluss der Prüfung erhalten die Teilnehmenden 50 Prozent der Kurskosten zurückerstattet (unabhängig vom Erfolg). Weitere Informationen auf www.sbfi.admin.ch unter Höhere Berufsbildung, Finanzierung vorbereitende Kurse BP und HFP.
 
Jacqueline Beriger-Zbinden ist dipl. Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterin. Sie ist bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Graubünden in Samedan und Scuol tätig.
 
Bildlegende: Achtung – fertig – los: Dank Höherer Berufsbildung und lebenslangem Lernen auf dem Weg zu einer erfolgreichen beruflichen Karriere.  

Bild Tirachard_Kumtanom_Pexel
 

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