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Mitarbeitergespräche: Eine Chance zur Optimierung des Arbeitsklimas

Arbeitsmarktthemen 13. November 2017
Mitarbeitergespräche: Eine Chance zur Optimierung des Arbeitsklimas
In den meisten Unternehmen findet einmal pro Jahr das Mitarbeitergespräch statt. Viele Mitarbeitende beschleicht Nervosität, wenn ihnen der Termin bekannt gegeben wird. Grund genug, sich als Arbeitgeber und als Mitarbeiter Gedanken zu machen, wie dieser Termin gestaltet werden soll. Neben der Reflexion zur geleisteten Arbeit sollen auch Gegenwärtiges und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet werden – zum Nutzen aller. 
von Jacqueline Beriger-Zbinden

Bei der Einladung zum jährlichen Mitarbeitergespräch mit dem Vorgesetzten macht sich oftmals ein mulmiges Gefühl bemerkbar. Es ist die Angst vor dem Unbekannten; die Sorge, dass sich die eigene Arbeitssituation zum Unguten verändern könnte. Ein Mitarbeitergespräch ist jedoch keine Abrechnung und sollte auch nicht als unbequeme Pflichtübung angesehen werden. Im Gegenteil: Je besser beide Seiten vorbereitet sind, desto zielführender geht das Gespräch in die richtige Richtung.
 
Der direkte Draht
Wenn grundlegende Differenzen bestehen oder unbefriedigende Ereignisse  vorgekommen sind, sollten diese zeit-nah thematisiert werden und nicht bis zum Mitarbeitergespräch aufgeschoben werden. Denn dieses bietet einen direkten Draht zwischen Arbeitgeber und -nehmer. Dabei ist zu bedenken, dass der Arbeitgeber die gesamte Unternehmung betrachten muss, während der einzelne Mitarbeitende «nur» seine persönliche Stellung in der Unternehmung sieht.
Das Gespräch soll die Möglichkeit bieten, Perspektiven zu entwickeln. Ein erfolgreiches Mitarbeitergespräch bringt einen ersichtlichen Nutzen, sowohl für Vorgesetzte wie auch für Mitarbeitende. Im Fokus des Gesprächs steht der Mitarbeiter als Mensch und als Teil der Belegschaft. Der Arbeitgeber ist interessiert an motivierten und zufriedenen Mitarbeitenden, und das Jahresgespräch ist ein sinnvolles Instrument für eine nachhaltige Personalentwicklung.
Für die Mitarbeitenden hingegen ist es eine gute Gelegenheit, sich zur eigenen Befindlichkeit zu äussern und aktiv an der persönlichen Stellung im Betrieb mitzuwirken. Zudem bietet es die Gelegenheit, die Gesamtsituation des Unternehmens zu überschauen und für einmal die alltäglichen Aufgaben in den Hintergrund zu schieben.
 
Vergangenes reflektieren
Im Mitarbeitergespräch geht es erst mal um eine Reflexion der geleisteten Arbeit. Ein Feedback des Vorgesetzten gibt Aufschluss über das wahrgenommene Engagement. Vorgängige Zielvereinbarungen werden mit dem Ist-Zustand verglichen. Diesen Teil des Gesprächs können Mitarbeitende gut vorbereiten.
Sinnvoll ist es, während des ganzen Jahres die Ziele vor Augen zu halten und Stichworte zu Erfolgen und Verbesserungsmöglichkeiten fortwährend aufzuschreiben.
 
Gegenwärtiges ansprechen
Nachfolgend wird über die Gegenwart ge-sprochen. Dabei geht es in erster Linie um die Zufriedenheit in der Unternehmung. Spätestens hier kommen Emotionen ins Spiel. Wohlüberlegte Äusserungen zur Standortbestimmung in einem sachlichen und freundlichen Gesprächston machen es für beide Seiten einfacher – auch wenn Unangenehmes zur Sprache kommen sollte.
 
Zukünftiges planen

Bei einem Blick in die Zukunft werden die Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam erörtert. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um bestimmte Zielvorgaben zu erfüllen? Konstruktive Vorschläge und Anregungen seitens der Mitarbeitenden sollten wohlwollend im Gesamtkontext geprüft werden. Aktives Mitdenken erfährt Wertschätzung, wenn dabei der Blick fürs Ganze beibehalten wird.
 
Jacqueline Beriger-Zbinden ist dipl. Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterin bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Graubünden und ist in Samedan und Scuol tätig.
 
Bildlegende: Das Mitarbeitergespräch: Ein wichtiger Termin im Jahresverlauf, der sowohl dem Unternehmen als auch dem Mitarbeitenden Chancen bietet.                                                                                                                                                                                 Bild Marko_Greitschus/pixelio.de
 
 
 
 

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