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Homeoffice – die Tendenz ist weiterhin zunehmend

Arbeitsmarktthemen 02. Oktober 2017
Homeoffice – die Tendenz ist weiterhin zunehmend
Das Homeoffice hat Vor- und Nachteile. Wo es das Stellenprofil und die betrieblichen Strukturen zulassen, ist die Zahl der Arbeitnehmer, die zumindest einen Teil ihrer Arbeit zu Hause erledigen können, am Zunehmen – Tendenz weiter steigend. Die modernen Technologien machen es möglich. 
von Sonja Schwendeler

Vieles spricht für das Arbeiten in den eigenen vier Wänden. Man kann seinen Tagesablauf freier gestalten, ist flexibler in der eigenen Zeiteinteilung. Der damit verbundene Gewinn an Selbstbestimmtheit erhöht die Zufriedenheit und die Motivation. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass Termine und Abgabefristen trotzdem gelten, das Arbeitspensum muss erfüllt werden. Die freie Zeiteinteilung ist also nicht grenzenlos. Auch die Produktivität profitiert von der Arbeit zu Hause. Man wird nicht abgelenkt durch die Kaffeepause oder durch dauerplappernde Kollegen. Dank der Möglichkeit, sich voll auf etwas konzentrieren zu können, kann man effizienter arbeiten.
 
Tücken und hohe Anforderungen
Das Homeoffice hat jedoch auch seine Tücken und stellt hohe Anforderungen an den Arbeitnehmer. Es braucht nämlich viel Selbstdisziplin. Ist diese nicht gegeben, läuft das Ganze sehr schnell aus dem Ruder. Wer das Gefühl hat, nebenbei noch den Haushalt machen oder die Wohnung renovieren zu können, der irrt sich gewaltig. Die Freiheit, sich die Zeit selber einteilen zu können, ist gleich-
zeitig auch eine grosse Herausforderung. Es gilt, sich selber zu organisieren, seinem Arbeitstag eine Struktur zu geben. Ohne konkrete Planung läuft man schnell Gefahr, den Überblick zu verlieren.
Auch die räumlichen Voraussetzun-gen müssen stimmen, um gut arbeiten zu können. Idealerweise kann man sich ein Arbeitszimmer oder zumindest eine Arbeitsecke einrichten.
 
Arbeits- und Privatleben trennen

Wichtig ist zudem, dass der Ausschalter regelmässig getätigt wird. Homeoffice darf nicht bedeuten, dass man ständig verfügbar, Tag und Nacht online ist. Dazu braucht es klare Abmachungen, an die sich alle halten müssen: der Arbeitnehmer selber, der Vorgesetzte, aber auch die Kollegen. Die Gefahr, dass man das Arbeitsleben nicht mehr vom Privatleben trennt, ist beim Homeoffice durchaus real. Umso wichtiger ist es, den Schritt von der Arbeitsphase in das Privatleben jeweils ganz bewusst zu tun.

Homeoffice-Skeptiker befürchten jedoch, dass man bei dieser Arbeitsform vereinsame, weil der Kontakt mit den Kollegen wegfallen würde. Die informellen Treffen bei der Kaffeemaschine fallen weg. Man ist nicht mehr über alles auf dem Laufenden. Regelmässige Sitzungen vor Ort, aber auch gelegentliche gemeinsame Mittagessen können dann wichtige Mittel sein, um den sozialen Anschluss nicht zu verlieren.
Wenn man sich bewusst ist, dass mit der Homeoffice-Arbeit nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch grosse Herausforderungen verbunden sind, kann diese Arbeitsform eine sehr lohnende Variante im Arbeitsleben darstellen.
 
Sonja Schwendeler ist Geschäftsführerin der Swisspersonal AG an der Alexanderstrasse 1 in 7000 Chur
Telefon 081 258 48 38, Fax 081 258 48 39, info@swisspersonal.ch, www.swisspersonal.ch
 
Swisspersonal AG
Die Swisspersonal AG ist eine etablierte, regional und überregional tätige Personalberatung in Graubünden. Deren Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Selektion und Rekrutierung von Personal für Kader- und Dauerstellen sowie für Temporäreinsätze.

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