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Bewerbungsabsage: trotzdem das Beste daraus machen!

Arbeitsmarktthemen 12. Juni 2017
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Eine neu besetzte Stelle bedeutet ein Glückspilz und viele Enttäuschte: Einer, der die Stelle bekommen hat, und viele andere, die leer ausgegangen sind. Weil sich in der Regel mehrere Personen auf eine freie Stelle bewerben, ist es unumgänglich, dass die meisten der Bewerber eine Absage erhalten. Bekommt man konstruktive Kritik, kann man sich verbessern – und so beim nächsten Mal hoffentlich der Glückspilz sein. 
von Prisca Sieber

Es gibt Personen, die werden immer wieder an Bewerbungsgespräche eingeladen, bekommen die Stellen aber trotzdem nicht. In diesem Fall liegt es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht an den Bewerbungsunterlagen. Vielmehr sollte man sich fragen, warum ein anderer Mitbewerber, eine andere Mitbewerberin das Rennen gemacht hat.
 
Arbeitgeber um ein Feedback bitten
Es lohnt sich immer, nach einer Absage beim Arbeitgeber nach den Gründen zu fragen. Das Ziel sollte sein, von der Absage doch noch profitieren zu können und ein ehrliches Feedback zu erhalten. Denn genau diese Rückmeldung hilft, das eigene Verhalten zu hinterfragen, Konsequenzen zu ziehen und beim nächsten Vorstellungsgespräch das Gelernte umzusetzen.
Die wirklichen Gründe zu erfahren, ist aber gar nicht so einfach. Meistens erhält man nur standardisierte Antworten. Deshalb ist es wichtig, dem/r Gesprächspartner/in im Unternehmen klarzumachen, dass man für die künftige Stellensuche etwas lernen will und bereit ist, Kritik konstruktiv anzunehmen.
 
Die richtigen Fragen stellen
Am besten gelingt dies, wenn der abgewiesene Stellensuchende freundlich und professionell bleibt und die richtigen Fragen stellt. Wenn man zum Telefon greift, sollte sich der erste Frust bereits gelegt haben. Es wäre fehl am Platz, seiner Enttäuschung im Gespräch freien Lauf zu lassen. Dem Gesprächspartner mit positiver Ausstrahlung gegenüberzutreten, ist eine wichtige Voraussetzung, um seine Ziele zu erreichen. Es lohnt sich, positiv in Erinnerung zu bleiben. Wer weiss, vielleicht wird in absehbarer Zeit wieder eine Stelle in der gleichen Firma frei.
Fragen wie «Gibt es bei meinem Verhalten etwas zu verbessern?», «Wie ist das Vorstellungsgespräch aus Ihrer Sicht verlaufen?» oder «Wo sollte ich mich gezielt verbessern und weiterbilden?» können sehr aufschlussreiche Antworten mit sich bringen.
Es hilft auch zu wissen, wie gut man trotz Absage angekommen ist. Dies erkennt man auch daran, ob ein Unternehmen die Unterlagen für eine künftige Vakanz behalten möchte.
 
Umgang mit Kritik im Alltag üben
Konstruktive Kritik zu äussern und zu erhalten, ist eine wichtige Voraussetzung, damit sich Unternehmen und deren Mitarbeitende weiterentwickeln können.
Dies gilt selbstverständlich auch für das Privatleben. Der Umgang mit Feedback kann gut im Alltag geübt werden. Wenn man immer wieder Personen aus seinem Umfeld um eine Rückmeldung bittet, lernt man viel über sich selbst und auch über die anderen. Dies braucht vor allem am Anfang Mut. Schlussendlich kann man aber nur gewinnen.
 
 
Prisca Sieber ist diplomierte Studien- und Laufbahnberaterin bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) in Chur.
Die BSLB berät und informiert Jugendliche und Erwachsene in allen Fragen zu Beruf, Studium und Laufbahn.

 

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