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Industrie 4.0 – Vernetzung der Produktion

Arbeitsmarktthemen 27. Dezember 2016
Industrie 4.0 – Vernetzung der Produktion
Industrie 4.0 ist die digitale Vernetzung der Produktion mit dem Ziel, Gesamtproduktivität, Flexibilität und Prozess-Stabilität zu steigern und unternehmensübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke zu schaffen. Verbesserungspotenzial steckt in den indirekten Prozessen. Beratungsangebote und Plattformlösungen zeigen klare und überschaubare Wege zur Zielerreichung auf. 
von Ingrid Braun

Warum braucht es die Industrie 4.0? Die Anforderungen an Fertigungsbetriebe wandeln sich derzeit grundlegend – vor allem werden die Stückzahlen immer geringer. Das sind die zentralen Herausforderungen:
 
1. Sinkende Losgrössen (z. B. 5 statt 500 gleiche Teile) aufgrund zunehmend individualisierter Kundenwünsche.
2. Kurze Reaktionszeiten (Teile auf Knopfdruck liefern).
3. Echtzeit-Transparenz (jederzeit Auskunft über Fertigungsstatus des bestellten Teils).
4. Ortsunabhängig einkaufen (globale Bestellung über Online-Portale).
5. Hohe Teile-Qualität bei geringen Kosten (Kosten werden besser vergleichbar).
6. Immer schnellere technische Neuerungen (neue Produktionsverfahren) und dadurch Wettbewerbsverschärfung.
7. Immer bessere Methoden, um aus Daten Wissen zu generieren.
 
Indirekte Prozesse optimieren
Um viele kleine statt wenige grosse Aufträge wirtschaftlich managen zu können, müssen die Prozesse schneller und sicherer werden. Entscheidend für die Gesamtproduktivität sind die vor- und nachgelagerten Arbeitsschritte vom Bestellvorgang über die Materialbeschaffung bis zur Rechnungsstellung und Auslieferung. Viele Maschinen sind heute so schnell, dass die Teile-Bearbeitungszeit nicht mehr so stark im Vordergrund steht wie in der Vergangenheit. 80 Prozent des Verbesserungspotenzials stecken in den indirekten Prozessen, ergab eine gemeinsame Studie von Trumpf und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Zumal die zu fertigenden Teile immer komplexer werden, während die Losgrössen sinken. So konnte in der Studie beispielsweise identifiziert werden, dass bereits die Hälfte der Fertigungsaufträge eine Losgrösse zwischen eins und vier hat. Gleichzeitig sind weniger als 50 Prozent der Aufträge Wiederholteile.
 
Beratungen und Plattformlösungen
Industrie 4.0 verbindet deshalb Menschen, Maschinen, Software und Services und setzt so den Hebel an gegen Zeit­verlust und zu komplexe Planung und Steuerung. Die Lösungen für vernetzte Fertigung helfen, Aufträge mit geringen Stückzahlen wirtschaftlich zu bearbeiten, Intransparenz in der Auftragsverwaltung zu beseitigen und lange Reaktions- und Lieferzeiten zu vermeiden. Für den Einstieg in die digitale Vernetzung gibt es Beratungsangebote, um einen klaren, überschaubaren Weg aufzuzeigen. Ein wichtiges Element für die Umsetzung einer smarten Fabrik kann die Auswahl einer digitalen Geschäftsplattform sein, die Infrastruktur bereitstellt wie Rechenleistung, sicheren Datentransport oder Speicherung und Analyse von Daten. Damit lassen sich alle Schritte in der Wertschöpfungskette verbinden und synchronisieren, während Kennzahlencockpits maximale Transparenz über die Fertigung bieten. Wichtig ist, dass sich alle Maschinen an die Plattform anbinden lassen – unabhängig von Hersteller und Technologie. So ist es möglich, ein digitales Abbild der kompletten Produktionshalle zu bekommen.
 
Ingrid Braun ist Verantwortliche für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei den Trumpf Grüsch Unternehmen
Telefon +41 81 3076 209, Ingrid.braun@ch.trumpf.com
 

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