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Leistung erbringen = wollen × können × dürfen

Arbeitsmarktthemen 12. Dezember 2016
Leistung erbringen = wollen × können × dürfen
Eine gute Leistung erbringt ein Mitarbeiter dann, wenn die drei Komponenten Wollen, Können und Dürfen im Gleichgewicht sind. Ist dem nicht so, werden Ziele nicht oder nur teilweise erreicht, die Motivation sinkt und das fach- und firmenspezifische Wissen geht verloren. Die Konsequenz daraus sind schlechte Ergebnisse und Frustration. 
von Mattias Grond

Wer kann, aber nie darf, will irgendwann auch nicht mehr. Wer wirklich will, wird sich das Können gerne aneignen. Wer etwas gut kann, wird es auch wollen. Die drei Komponenten Wollen, Können und Dürfen beeinflussen sich also gegenseitig und können einander verstärken oder abschwächen. Wenn eine Komponente schwach ausgeprägt ist, ist auch mit einer schwachen Leistung und einem unbefriedigenden Ergebnis zu rechnen. Egal, wie stark die anderen Komponenten ausgeprägt sind. Es braucht ein ausgewogenes Miteinander.
 
Das Wollen – Leistungsbereitschaft
Was ein Mitarbeiter will, hängt von verschiedenen Faktoren ab: frühe Prägung, Erziehung, aktuelles Umfeld, berufliche Situation, besondere Bedürfnisse und gesetzte Ziele.
Es ist demnach nicht so, dass alle Mitarbeiter dasselbe wollen und dadurch in der täglichen Arbeit auch nicht dieselbe Leistungsbereitschaft mitbringen. Wollen ist die grundlegende Bedingung für Leistung – doch das allein reicht noch nicht. Viele selbsternannte «Motivationsgurus» verkaufen dies leider oft so, blenden dabei aber aus, dass dies nur ein Teil des gesamten Puzzles ist.
 
Das Können – Leistungsfähigkeit
Wer etwas tun will, muss es auch tun können, d. h. er braucht Wissen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung. Dies wird einerseits durch den Erwerb von fachlichen Kompetenzen und Qualifikationen erreicht, andererseits aber auch durch persönliche Kompetenzen wie Selbst- und Sozialkompetenz.
Das Fördern und Fordern der Mitarbeiter z. B. durch gezielte Weiterbildungen oder Coaching trägt einen grossen Teil dazu bei, leistungsfähiger zu werden.
Die weit verbreitete Meinung, dass ein Mitarbeiter nicht will – d. h. nicht motiviert ist –, hat häufig mit dem Können zu tun, weniger mit dem Wollen. Ob jemand will, kann man daran erkennen, ob er bereit ist, sein Können zu steigern, also zu lernen.
 
Das Dürfen – Handlungsrahmen

Ohne das Dürfen hilft aber auch das Wollen und das Können nichts. Ein Mitarbeiter muss die Möglichkeit haben, sein Potenzial zu entfalten, um eine realistische Chance auf Erfolg zu haben. Dürfen heisst aber nicht nur, Mitarbeitern formal etwas zu «erlauben». Die Regeln und Normen in Unternehmen, die Hierarchien, die Organisation und ganz speziell das Führungsverhalten müssen Leistung möglich machen. Starre Strukturen oder Abläufe, stures Abteilungsdenken, viele Verbote, ein Angstklima oder «chefzentriertes» Führungsverhalten schränken jegliche Kreativität ein und führen früher oder später zu Frustration und Resignation.
 
Alle tragen Verantwortung

Damit eine gute Leistung zur Zufriedenheit aller Beteiligten erreicht werden kann, sind eben auch alle Beteiligten selbstverantwortlich für Ihren Teil zuständig.
 
Mattias Grond begleitet als Coach/Supervisor BSO Führungskräfte, Mitarbeitende und Teams in ihrem Berufsalltag. Als Dozent ist er in der Führungsausbildung tätig. www.mattiasgrond.ch
 
 

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