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Feedbackgespräch: Die besten Tipps für Arbeitnehmer

Arbeitsmarktthemen 11. Mai 2018
Feedbackgespräch: Die besten Tipps für Arbeitnehmer
So bereiten sich Arbeitnehmer auf das Feedbackgespräch vor

Das Feedbackgespräch stellt für viele Arbeitnehmer einen Pflichttermin dar, welchen sie vor allem mit unangenehmer Kritik assoziieren. Dabei ist es eine Chance auf Verbesserung und eventuell auch eine Beförderung – wenn Sie sich richtig präsentieren. Wie also sollten Angestellte mit dem Mitarbeitergespräch umgehen? Lesen Sie hier mehr!
 
In den meisten Schweizer Unternehmen finden mindestens einmal jährlich Feedbackgespräche statt. Auch als Mitarbeitergespräch betitelt, verfolgt es in der Regel den Zweck eines gegenseitigen Austausches von Verbesserungsvorschlägen. Es soll also eine Bestandsaufnahme des Status Quo stattfinden. Es geht darum, Ziele, Probleme und Leistungen des Angestellten zu erfassen und einen gemeinsamen Plan für die Zukunft zu entwickeln. Vielen Arbeitnehmern graut es aber vor dem Feedbackgespräch, da sie eine Flut an Kritik befürchten – und das leider nicht immer zu Unrecht, denn viele Vorgesetzte verstehen das Feedbackgespräch missverständlich als Anlass für Kritik. Manch einer denkt sogar, er könne seine Mitarbeiter dadurch motivieren. Ein echter Trugschluss, denn Motivation entsteht vor allem durch Vertrauen und Wertschätzung. Doch das ist ein anderes Thema. Die heutige Frage lautet: Wie können sich Mitarbeiter auf den jährlichen Pflichttermin vorbereiten und das Gespräch in die «richtigen» Bahnen lenken?

– von Content-Service by co2-kommunikation.ch –

Erst einmal gilt es also, das Feedbackgespräch als Chance zu begreifen und nicht als lästiges Muss. Zudem sollten Sie nicht unvorbereitet in das Zusammentreffen gehen, sondern sich Fragen zurechtlegen sowie Ihre Leistungen des vergangenen Jahres vor Augen führen. Treten Sie selbstbewusst auf – mit guten Argumenten und konkreten Wünschen. Zudem können Sie sich bereits vorab selbst fragen, welche Kritikpunkte der Vorgesetzte anbringen wird. Im Gespräch verhalten Sie sich anschliessend wie folgt:
  • Zeigen Sie sich offen für Kritik und versuchen Sie nicht, diese durch Gegenargumente zu entkräften. Lassen Sie Ihr Gegenüber aussprechen, hören Sie sich dessen Meinung an und lassen Sie diese auf sich wirken. Nur bei grob ungerechtfertigter Kritik sollten Sie anschliessend Ihren eigenen Standpunkt vertreten und überzeugende Gegenargumente anführen. Ansonsten gilt es, die Kritik sachlich anzunehmen und gegebenenfalls sogar Rückfragen zu stellen, was genau Sie in Zukunft verbessern können. Das zeugt von Kritikfähigkeit und Professionalität. Wichtig: Nehmen Sie Kritik niemals persönlich – egal, ob sie konstruktiv formuliert ist oder nicht!
  • Haben Ihre Kollegen das Feedbackgespräch bereits hinter sich, können Sie sich bei diesen Rat einholen. Dabei muss es nicht um Details gehen, sondern um die Grundstimmung im Gespräch und darum, was Sie eventuell erwartet. Je besser Sie sich vorbereitet fühlen, desto weniger nervös werden Sie nämlich sein und können dementsprechend selbstbewusst auftreten.
  • Selbstbewusstsein ist auch das nächste Stichwort: Machen Sie sich Ihre Leistungen, Stärken und Talente bewusst. Zudem sollten Sie einen konkreten Plan haben, wie Sie Ihre weitere berufliche Zukunft gestalten möchten und welche Wünsche Sie haben. Je zielgenauer und selbstsicherer Sie auftreten, umso exakter werden Sie zukünftige Massnahmen wie eine Weiterbildung mit dem Vorgesetzten besprechen und dadurch erfolgreich umsetzen können. So wirken Sie ambitioniert und können gemeinsam mit der Führungskraft einen individuellen Karriereplan entwerfen.
  • Ergreifen Sie also Eigeninitiative – auch, was Beförderungen, interne Versetzungen oder eine Gehaltserhöhung angeht. Haben Sie ein besonders gutes Jahr hinter sich und ernten dementsprechend viel Lob, ist das nämlich auch der optimale Zeitpunkt, Forderungen zu stellen, quasi die «Belohnung» einzufordern. Auch hier sollten Sie aber bereits eine genaue Vorstellung und die passenden Argumente parat haben. Das Feedbackgespräch ist also nicht nur lästig, sondern auch eine Chance auf vielerlei Ebenen – Sie müssen nur lernen, diese auch richtig zu nutzen.

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