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Innenarchitektur in 3-D erleben

Arbeitsmarktthemen 21. Oktober 2013
Innenarchitektur in 3-D erleben - südostschweizjobs.ch
Bei der Ausbildung der Innenarchitekten wird neben vielen anderen spannenden Ausbildungsschwerpunkten auch auf neuste 3-D-Technik und die damit einhergehenden 3-D-Visualisierungen gesetzt.
Von Steffen Mader*
 
Computer Aided Design (CAD) gehört bereits seit vielen Jahren zum Standard in Entwicklung und Darstellung von räumlichen Konzepten in der Architektur. Genau diese digitalen Medien haben nicht nur die Arbeitsweise von Architekten beeinflusst, sondern auch stark in die Gestaltung und Wahrnehmung unserer gebauten Umwelt eingegriffen. Die meisten Weiterbildungsanbieter haben diesen Trend aufgegriffen und fest in das Grundstudium integriert. Einige wenige Weiterbildungsangebote gehen hier sogar beispielhaft einen Schritt weiter, in dem 3-D mit all seinen Facetten, also der Modellierung, Texturierung, dem künstlichen Licht und den damit verbundenen fotorealistischen Renderings bis hin zum künstlerischen Abstraktionsgrad des Ergebnisses geschult werden. 
 
Handwerk noch immer gefragt
Damit lernen Studenten das Medium 3-D bereits bei der Entwicklung von Ideen und Konzepten kennen und nutzen dieses unterstützend im eigentlichen Entwurfsprozess. Es wird ganz klar Wert darauf gelegt, die klassischen Medien wie Modellbau, Fotografie, Collagen und Handzeichnungen in den unterschiedlichen Prozessen der Ideenfindung miteinzubinden. Damit sollen die Studierenden die Grenzen oder Stärken des analogen und digitalen Mediums selbst erkennen lernen. Die handwerkliche Arbeit ist sogar als Grundlage für die Ausformulierung im 3-D-Programm zu verstehen, da es hier zur sensorischen Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Gestaltungselementen wie Holz, Metall, Papier, Textilien und diverser Kunststoffe kommt.
 
Vielseitige Anwendung möglich
Die mit dem Visualisieren verbundenen Anforderungen am darzustellenden Material und der Ausmodellierung eines Raumes mit künstlichem  Licht ermöglichen es den Studenten,  die Kreativität und die visuelle Präsentation ihrer Entwürfe ohne Grenzen zu erfahren – und damit die Vielfältigkeit der Resultate zu fördern.  Dies nicht zuletzt durch die Generierung von künstlichen Oberflächen, dynamischen Lichtsituationen oder auch bewegten Raumelementen in der animierten Präsentation. Die nächste Stufe, um das Ganze erlebbar zu machen, ist der 3-D-Drucker, in dem ein Roboter, beziehungsweise eine CNC-Maschine, die Entwürfe in einem bestimmten Massstab printet und das Ergebnis beinahe wie echt präsentiert. Mit Cinema 4-D von der Firma Maxon wird in der Ausbildung eines der modernsten, aber auch am schnellsten zu erlernenden 3-D-Visualisierungsprogramme eingesetzt, welches es auf dem internationalen Softwaremarkt gibt. Es erfreut sich einer immer grösser werdenden Verbreitung und Usergemeinde. Dies sichert den Studenten auch für internationale Projekte und Zusammenarbeiten einen sogenannten Standard in der Kommunikation und dem damit verbundenen Datenaustausch.
Nach einigen Semestern 3-D-Erfahrung und nach anfänglicher Skepsis einiger Studenten sind die Feedbacks zu dieser Möglichkeit der visuellen  Darstellungsförderung im Bereich der Innenarchitekturausbildung durchaus positiv.
 
* Steffen Mader ist Dozent, Innenarchitektur HF IBW Höhere Fachschule Südostschweiz

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