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„Lebenslanges Lernen – aber wie?“

Aus- und Weiterbildung 14. November 2013
Lebenslanges Lernen – Motivation und Geduld - südostschweizjobs.ch
„Je schneller sich die Welt verändert, umso wichtiger ist es, zu lernen, umzulernen und weiter zu lernen. Doch Lernen ist nicht nur einfach, denn es bedeutet, sich mit Unbekanntem und manchmal Schwierigem auseinanderzusetzen. Wie bringt man die nötige Motivation und die erforderliche Geduld auf, um zum lebenslangen Lerner zu werden?“ (NZZ 2006)
Vor allem für die heutige Stellensuche bzw. für die Bewerbung ist lebenslanges Lernen, Weiterbildung,  immer mehr ein sehr aktuelles und zentrales Thema. Ein Bewerbervorteil ist durch „Lebenslanges Lernen“ und durch „mehr Wissen“ gewährleistet. Lebenslange Lerner haben ein tiefes Bedürfnis, mehr zu wissen, ihre Kompetenzen zu verbessern und sich permanent weiterzuentwickeln. Dies sind natürlich erfolgsversprechende Faktoren, welche von jedem Arbeitgeber gewünscht und geschätzt werden.
 
Lebenslanges Lernen bedeutet, während dem ganzen Leben eigenständig zu lernen. Doch wie sieht der Weg des eigenständigen Lernens überhaupt aus? Wer unterstützt mich dabei bzw. bringt mir bei, wie ich eigenständig und effizient lerne? Wie motiviere ich mich fürs Lernen? Wie entwickle ich Freude und Begeisterung am Lernen? Welche verschiedenen Lernmethoden gibt es überhaupt und wie stelle ich fest, welche Methode für mich die Beste bzw. Effizienteste ist?
 
Lernen beginnt bereits im frühen Kindesalter. Wie schön sind die Erinnerungen an die kalten Sonntage im Winter. Das Wohnzimmer ist gefüllt mit Puzzles, am Küchentisch wird „Leiterli“, „Eile mit Weile“, „Domino“ etc. gespielt. Der freie Sonntag wird indirekt zum „Lerntag“. Der Unterschied zu den Wochentagen besteht jedoch darin, dass es auf spielerische Art, zu Hause, in gemütlicher Atmosphäre und mit Freude stattfindet.
 
Oder welcher Vater oder Mutter kennt nicht die „Ich-stopp-die-Uhr-Methode“, die doch beinahe bei jedem Kind immer wieder von Neuem Begeisterung, Ehrgeiz und vor allem „Umsetzung“ auslöst. Vor allem dann, wenn die Methode vom Vater oder Mutter zudem noch mit allergrösster Euphorie und „Hopp“-Rufen startet.
 
Die spielerischen Methoden werden aber leider mit zunehmendem Alter immer weniger eingesetzt. Sei es zu Hause, in der Grundschule, Oberstufe, Berufsschulen, Mittelschulen, Vorlesungen, Erwachsenenbildung, internen Seminaren etc., meist liegt der Fokus und die Intensität auf der Stoffvermittlung. Der Freiraum bzw. die Zeit, dem Schüler eine ihm entsprechende Lernmethode zu vermitteln, fehlt. Oder werden einfach nur die Prioritäten falsch gesetzt?
 
Ich bin der Meinung, dass in jeglichen Institutionen vermehrt Zeit geschaffen werden muss, den Schülern gleich zu Beginn verschiedene Lernstrategien und Methoden zu vermitteln. Das effektive Lernen besteht nicht nur aus Zusammenfassungen schreiben, auswendig lernen oder Mind-Maps kreieren. Es gibt heute eine Menge von optimaleren und kreativeren Lernstrategien.  Die spielerischen Methoden sind dabei nur ein Puzzleteil davon, den durch gezieltes Training (mittels speziell erstellter und motivierenden Aufgaben) sowie effizienter Lerntechnik werden das Leistungsvolumen in den Bereichen Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit um ein Grosses erweitert.
 
Ganz nach dem Motto: „Der Prozess, der zum Ziel führt, ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg“. Viel Spass beim Lernen!
 
Autorin: Jasmin Kohler, Geschäftsführerin / personal inspirit, Bad Ragaz, Fachdozentin der MKS AG, Kompetenzzentrum für Marketing und Management, Sargans

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