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Der wertebewusste Einstieg in einen Führungsjob

Arbeitsmarktthemen 03. April 2017
Junge Führungskraft - Der Einstieg in einen Führungsjob - suedostschweizjobs.ch 1
Eine junge Führungskraft, frisch aus der Ausbildung, wird langjährigen und bewährten Mitarbeitenden vor die Nase gesetzt – jetzt ist was los in der Firma. Der Neue wird beschnuppert; es wird die Nase gerümpft, getuschelt und Erwartungen werden formuliert. Wenn der Neue einige Punkte beachtet, wird er diesen gruppendynamischen Prozesse in den Griff kriegen. 
von Annemarie Gredig

Der Neue muss sich zuerst beweisen!» «Mal sehen, wie lange er bleibt!» «Versteht er überhaupt etwas von unserer Arbeit?» «Was soll der denn schon Neues bringen?» Diese und andere Fragen oder Sprüche sind Zeichen von Unsicherheit oder Angst der Mitarbeitenden vor Veränderungen, wenn eine neue Führungskraft ins Team eintritt.
 
Sich Zeit für das Zuhören nehmen
Die neue Führungsperson hat aber alle Chancen, sich durchzusetzen, wenn sie die folgenden Tipps beherzigt. Sie muss vor allem sofort die Abläufe und die Zusammenhänge des Firmensystems kennenlernen und verstehen. Durch dieses Wissen holt die Führungskraft die Mitarbeitenden auf eine vertrauensvolle Art und Weise ab. Und das Wichtigste dabei ist: zuhören, zuhören und nochmals zuhören. Diese Zeit des Zuhörens ist gut investierte Zeit.
 
Gewinnendes Kennenlernen
Wenn die neue Führungskraft den Mitarbeitenden vorgestellt wird, sollte diese unbedingt darauf hinweisen, wie wichtig jeder einzelne Angestellte für sie ist. Auch die Werte, welche ein neuer Chef in die Zusammenarbeit einbringen will, sind klar aufzuzeigen. Dieser erste Eindruck auf die Mitarbeitenden ist extrem wichtig, ganz egal, ob dem neuen Vorgesetzten fünf oder 50 Mitarbeitende unterstehen.
 
Erste Handlung im neuen Job
Als Erstes muss der oder die Neue das Vertrauen der Mitarbeitenden gewinnen. Aber wie macht man das? Der neu in die Firma eintretenden Führungsperson muss das bisherige Organigramm der Firma unbedingt bekannt sein. Auch soll sich die neue Führungskraft den einzelnen Mitarbeitenden in der Reihenfolge dieses Organigramms vorstellen – das ist sehr wichtig.
 
Vertrauensvoll an einem Strick ziehen
Wichtig ist ebenfalls, dass die Führungskraft zum Beispiel darüber informiert ist, wer am längsten für die Firma arbeitet, wer welche Ziele mit welchem Einsatz erreicht hatte und wer über welches besondere Fachwissen verfügt. Mit diesem Wissen zeigt der neue Vorgesetzte sein Interesse und seine Wertschätzung den Angestellten gegenüber. Unabdingbar ist jedoch auch, die Mitarbeitenden auf ihre besonderen Fähigkeiten und Leistungen anzusprechen. Und nochmals: zuhören, Fragen stellen, nach den Werten einer Zusammenarbeit nachfragen, Wünsche entgegennehmen usw. Nur so wird Vertrauen geschaffen, nur so wird die neue Führungskraft es schaffen, zusammen mit allen Mitarbeitenden an einem Strick ziehen zu können – für den künftigen Erfolg der Firma.
 
Annemarie Gredig ist geschäftsführende Partnerin bei Sigmal Kommunikation + Training AG, Chur, für Bewerbungs- oder Persönlichkeitscoaching.

 

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