Berufliche Vorsorge

Glossar06. Mai 2016
Berufliche Vorsorge
Die berufliche Vorsorge ist die 2. Säule der obligatorischen Rentenversicherung in der Schweiz.
Das Ziel der beruflichen Vorsorge ist zusammen mit der AHV (1. Säule) nach der ordentlichen Pensionierung ein Renteneinkommen von 60% des letzten Lohnes zu ermöglichen. Die berufliche Vorsorge wird im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) geregelt und definiert Mindestleistungen für das Alter, im Todesfall und bei Invalidität. Die Vorsorgeeinrichtungen und Arbeitgeber sind frei, höhere Leistungen seinen Versicherten zu ermöglichen. Die BVG-Beiträge sind für alle Arbeitnehmer mit einem Mindestjahressalär von CHF 21‘150 (Stand 2015) obligatorisch. Die Beitragspflicht beginnt ab Anstellungsbeginn im Alter von 17 Jahren und beinhaltet einen Beitrag zu den Risiken Tod und Invalidität. Ab dem Alter von 25 Jahren werden monatliche Sparbeiträge fällig. Die Altersvorsorge in der 2. Säule ist im Gegensatz zur 1. Säule nicht auf dem Solidaritätsprinzip aufgebaut sondern auf individuellen Sparbeiträgen. Das Altersguthaben setzt sich somit aus den individuellen Sparbeiträgen sowie einer Verzinsung zusammen und kann ab dem ordentlichen Pensionsalter als Rente oder als einmaliger Betrag bezogen werden.
 

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