Frischer Wind in Graubünden

Arbeitsmarktthemen02. Februar 2015
Innovation Aifach - Frischer Wind in Graubünden - suedostschweizjobs.ch
Wer hats erfunden? Diamanten aus Kremationsasche, Swiss Whiskey aus dem Berggebiet, kleine Ski für Rollstuhlgängige, um Menschen mit einer Gehbehinderung ihre Bewegungsfreiheit im Schnee zurückzugeben. All das sind Erfindungen von Jungunternehmern/-innen aus Graubünden. Die innovativen Produkte und Geschäftsmodelle entsprechen gesellschaftlichen Bedürfnissen.
Von Brigitte Küng
 
Adrian Hirt aus Tschiertschen ist einer dieser Jungunternehmer. Er verkauft unter seinem Label Alpenhirt seit knapp einem Jahr Trockenfleischspezialitäten, die nach dem Rezept seines Urgrossvaters produziert werden: ohne chemische Zusatzstoffe, dafür tiergerecht, nachhaltig und regional.
Im Zeitalter von Fleischskandalen und intransparenten Warenflüssen ist Adrian Hirts Erfolgsrezept so einfach wie überzeugend: Transparenz, Natürlichkeit und hohe Qualität. Das sind die Werte, mit denen er nicht nur die Herzen von Gourmetköchen im Sturm eroberte, sondern auch einen Gegentrend zur Geiz-ist-geil-Mentalität setzt – und damit die Auszeichnung zum Bündner Jungunternehmer des Jahres 2014 gewonnen hat.

«Aifach», aber nicht simpel
Derweil sorgen Flo Weiler und Mark Stalder in Arosa für ein ganz neues Gastroerlebnis: Der Name Ihres Restaurants «Aifach» könnte irreleiten. Einfach ist nämlich nur die Speisewahl: Pro Abend gibt es nur ein Menü. Aber simpel ist ein solches Dinner bestimmt nicht: Vier Gänge Kreativität und solide Kochkunst, dazu wird man mit Herzlichkeit und Liebe fürs Detail bedient. Ein frisches Ambiente erhöht den Wohlfühlfaktor zusätzlich. Diese Zutaten sorgen für ein ausgebuchtes Haus – jeden Abend! In der Zwischenzeit haben sie ein Hotel übernommen und hecken neue Ideen aus.

Herausforderung Unternehmertum
Auch wenn es kinderleicht klingt: Die Herausforderungen bei der Gründung eines Unternehmens sind vielfältig. Finanzielle Ressourcen müssen organisiert, strategische Entscheidungen gefällt, Kunden und Kundinnen müssen gewonnen und ein Produkt entwickelt werden – und das meist simultan. Das fordert – oder überfordert – so manche/n Jungunternehmer und Jungunternehmerin.
Oftmals ist ein kompetenter Sparring-Partner in dieser ersten Phase des Unternehmens wichtig. Deshalb bietet das KMU-Zentrum Graubünden interessierten (Jung-)Unternehmern pragmatische Unterstützung an: Bei Gründungs- und Strategiefragen, Nachfolgeregelungen oder bei Innovationsprojekten können Entrepreneurs aus Graubünden von einer neutralen Perspektive und der Expertise von Spezialisten profitieren.
Das hat auch Adrian Hirt getan. «Mein eigener Chef zu sein und meine Visionen zu verwirklichen, ist ein tolles Gefühl», so der Jungunternehmer aus Tschiertschen.
 
Bildlegende: Dynamische Entrepreneurs aus Graubünden: das Team des Restaurant «Aifach».
Bild zVg

 
Das KMU-Zentrum Graubünden ist mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, um regionale KMU pragmatisch zu unterstützen und damit den Innovationsplatz Graubünden zu stärken. Die Träger sind das Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden und die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur.
 
Weitere Informationen:
www.kmuzentrum.ch

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