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Loyalität – ein alter Wert in neuem Glanz

Arbeitsmarktthemen 16. Juni 2014
3T-Model - Loyalität – ein alter Wert in neuem Glanz - suedostschweizjobs.ch
Jedes Geschäftsfeld, das digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Diese Entwicklung ist unumkehrbar. Immer mehr Daten stehen zur Verfügung, um Entscheidungen anhand von Fakten treffen zu können. Nun wird ein alter Wert plötzlich wieder unbezahlbar: die Loyalität.
Von Fabio Aresu*
 
Werte werden wieder wichtiger, in Geschäftsbeziehungen wie auch im Personalmanagement. Gemeinsame Werte und Verbundenheit entscheiden oft über Kauf oder Nichtkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung – oder ob gute Mitarbeitende im Unternehmen bleiben, auch wenn ein finanziell besseres Angebot vorliegt.
 
Das 3T-Model als Basis
Genau diese Verbundenheit ist die Folge von Loyalität. Diese wiederum basiert in der Wirtschaftskommunikation auf den 3T: Truth (Wahrheit), Trust (Vertrauen) und Transparency (Transparenz). Loyalität hilft massgeblich, dass Geschäftsbeziehungen auch weiterbestehen, wenn etwas nicht optimal verläuft. Fehler passieren, und es gibt immer ein günstigeres Angebot.
 
Grosse Vorteile für Unternehmen ...
Loyalität ist nicht zu verwechseln mit Bequemlichkeit. Kunden, die nur aus Bequemlichkeit bleiben, sind früher oder später weg. Schlimmer noch: Wer latent unzufrieden ist, wird nur negativ über das Unternehmen sprechen. Ganz anders aber, wenn Kunden eine emotionale Verbundenheit zu einer Firma oder einem Produkt haben. Die Empfehlungshäufigkeit steigt, und  Probleme oder Unstimmigkeiten werden im Gespräch gelöst. Untersuchungen zeigen: loyale Kunden sind auch bereit, einen leicht höheren Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu zahlen, wenn der Service stimmt. 
 
... auch im Personalmanagement
Ähnliche Effekte sind auch im Personalmanagement zu finden. Einerseits sind Arbeitnehmende messbar zufriedener, wenn sie  in einem Umfeld echter Transparenz und Vertrauen arbeiten können; Arbeitseffizienz und Ausgeglichenheit steigen. Kurzfristige Unzufriedenheiten fallen weniger ins Gewicht. Auch bei allfälligen Krisen stehen die Mitarbeiter zum Unternehmen. Andererseits können loyale Mitarbeiter von Weiterbildungen oder Hilfe bei persönlichen Krisen profitieren. Entscheidend ist jedoch die Tatsache, dass echte Loyalität immer auf Freiwilligkeit beruht und nicht eingefordert werden darf. Es müssen Bedingungen geschaffen werden, die gemeinsame Werte schaffen und berücksichtigen. Die Verbundenheit muss durch Taten bewiesen werden, bevor eine Gegenleistung erfolgt. Auf den ersten Blick ist Loyalität ein alter Wert – der immer wichtiger wird und über Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen entscheiden kann.
 
* Fabio Aresu ist Markenarchitekt, Dozent für Wirtschaftskommunikation sowie Geschäftsführer der Markenkern AG in Chur. www.markenkern.ch


Das 3T-Model als Basis der Loyalität, die in der Markenführung und im Personalmanagement immer wichtiger wird.
Bild Markenkern

 
Softwareingenieur IMT Information Management Technology AG
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